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Game & Watch – Nintendos Gral der Handheld-Konsolen

Nintendos Game & Watch: Die ersten mobilen Handhelds kommen!
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Es ist wieder diese Zeit in der einige Bevölkerungsgruppen der folgenreichen Ostergeschichte gedenken. Ich möchte den Anlass des Innehaltens nutzen, um einer anderen bedeutenden Epoche, den 80er Jahren des vergangenen Jahrhunderts, zu erinnern. Insbesondere die Facette der Nintendo-Handheld-Konsolen, genauer gesagt dem Nintendo-Messias Game & Watch möchte ich Tribut zollen und dessen gravierenden Einfluss auf die heutigen Entwicklungen aufzeigen.

Eine reine Glaubensfrage oder ist da mehr dran?

Game & Watch ist für mich die beste Handheld-Konsole, wenngleich es nicht meine erste war! Einige einfache Telespiele nannte ich bereits mein Eigen, doch Game & Watch stellte diese billigen Nachahmer einfach in den Schatten. Nicht umsonst gilt die Nintendo-Reihe als Inkarnation des 80er Jahre Casual Gaming und stellt begehrte Sammel-Relikte für heutige Nintendo-Nostalgiker dar. Doch nicht nur nostalgische Gründe liefern eine Sammelgrundlage. Lasst uns gemeinsam herausfinden welche wichtigen Errungenschaften die heutige Gaminglandschaft fundamental veränderten und so Nintendo Game & Watch zum Kult werden ließen.

„Ich sage: Entwickeln wir uns! Lass die Dinge einfach laufen.“

Grundlage der Spiele stellten damals einfache und kostengünstige Taschenrechnerchips dar, die die benötigte „Rechenpower“ lieferten, um die Ansteuerung der vordefinierten, liebevoll gestalteten LCD-Elemente zu ermöglichen. Je nach Spielprinzip wurden diese Elemente variiert und eine der Handlung dienliche Spielmechanik entworfen. Letztere wurde mit einem fairen Schwierigkeitsgrad kombiniert, der im Gegensatz zu heutigen Casual Games wie Flappy Bird, keine luziferischen Aggressionen hervorruft, sondern zum erneuten Spielen ermutigt. 57 verschiedene Spiele dieser genialen Portables wurden seinerzeit von Gunpei Yokoi und seiner Entwickler-Riege kreiert und millionenfach verkauft. Über die Jahre erschienen zudem noch TabletopsZubehör sowie zahlreiche Gadgets und Collectibles. In der nachfolgenden Galerie seht ihr eins meiner Exemplare:

„Dinge geraten nun ins Rollen, die nicht aufzuhalten sind.“

Mein Favorit ist ganz klar Donkey Kong, welches unter der Nummer DK-52 vertrieben wurde. Mit dem DK-52 erhielt ich eins der Modelle mit zwei LCD-Bildschirmen, so wie sie wesentlich später im Nintendo DS erneut Verwendung fanden. Mit dem damals noch Jumpman genannten Super-Mario-Vorläufer gilt es über heranrollende Fässer zu springen und sich langsam auf das Dach zum Kong vorzuarbeiten. Der hält nämlich die hilflose Pauline, die später zu Prinzessin Peach wurde, auf seinem Baugerüst gefangen. Erschwerend kommen vorbeischwebende Stahlträger hinzu, an denen sich Jumpman beim Springen verletzen und ein virtuelles Leben verwirken kann. Habe ich es unbeschadet bis zum Brüllaffe hinauf geschafft, muss ich einen Schalter betätigen, welcher einen Kran aktiviert. Nun besteht die Herausforderung darin im richtigen Moment an den pendelnden Kran zu springen, dabei den Fässern auszuweichen, die Donkey Kong unmittelbar über mir herunter wirft, um dann ein Seil des Baugerüstes zu lösen. Dies muss ich fünfmal schaffen, bis die Konstruktion in sich zusammenbricht, der Beelzebub in die Tiefe stürzt und Pauline befreit ist. Für einen Knirps wie mich war das eine spannende Herausforderung, der ich stundenlang nachgehen konnte. Abgesehen vom Spielprinzip, ist das aber vor allem der exzellenten Steuerung geschuldet, der ich mich im folgenden Abschnitt widmen möchte.

„Durch die Tür hinaus, zur linken Reihe, jeder nur ein Kreuz.“

Wichtigster Beitrag zu heutigen Spielekonsolen war eindeutig das Steuerkreuz, welches mit dem Game & Watch-Spiel Donkey Kong eingeführt wurde. Vorher wurde die Bewegungsrichtung lediglich durch zwei oder vier Buttons gesteuert, die unseren virtuellen Protagonisten nach links oder rechts bzw. hoch oder runter bewegen ließen. Die Bedienung wurde mit dem Steuerkreuz so einfach, dass ich nicht mehr über die Bewegungen nachdenken musste, sondern die Bewegungsabläufe sogleich in Fleisch und Blut übergingen. Wie ich im Interview mit den Machern der Game & Watch Reihe las, kam es wohl auf die Vertiefung in der Mitte des Kreuzes an, die seine haptischen Eigenschaften perfektionierten. Eine himmliche Erfindung, die genau so für das Nintendo Entertainment System übernommen wurde und heute noch auf nahezu jedem Controller zu finden ist. Auch der GameBoy hat diesen Meilenstein geerbt und die würdige Nachfolge der Game & Watch Reihe angetreten.

„Warum hältst du? Gibts hier irgendwas umsonst?“

Und ob: Kein Ostern ohne eine Kleinigkeit! Ich habe für Euch eine schicke Emulationswebseite rausgesucht, auf der ihr den Game & Watch Klassiker Donkey Kong sowie einige weitere Nintendo-Handhelds der 80er Jahre nachspielen könnt! Die Seite heißt PicaPic und ihr erreicht sie über diesen Link. Alternativ gibt es auch noch diese Seite hier, die aber zum Teil Java benötigt. Viel Spaß beim Game & Watch Zocken!

Game and Watch Emulator Website Picapic

Game & Watch, der einflussreiche Wegbereiter

Steuerkreuz, portable Handheld-Funktionalität und der Double-Screen sind die technischen Vermächtnisse, die es bis in die heutige Zockerlandschaft geschafft haben und nicht mehr wegzudenken sind. Diese Entwicklungen prägten maßgeblich den Gameboy und dessen Nachfolger, den Nintendo DS. Ganz zu schweigen von unseren geliebten Nintendo-Helden Super Mario oder Donkey Kong prägten die 80er Jahre unser heutiges Spielverhalten immens. Wer etwas Nostalgie nachspielen möchte holt am Besten jetzt seinen Game & Watch heraus oder besucht eine der von mir vorgestellten Emulationsseiten. Für alle die tatsächlich bis hierher gelesen haben: habt ihr alle im Text versteckten Easter Eggs gefunden? Na dann, schaut nochmal nach! In diesem Sinne frohe Ostern!

3 Kommentare

  • Slicer Slicer sagt:

    Danke für diese Erinnerung. Ich habe vor einiger Zeit mein DK-52 (Donkey Kong LCD) auf dem Dachboden wiedergefunden. Was war das für eine Freude. Nachdem ich frische Batterien eingesetzt hatte, spielte ich mit dem Nintendo-Klassiker wie damals als Kind. Beachtlich, wie gut das Gerät auch heute noch in der Hand liegt. Da hast vollkommen recht, Form und Bedienung sind zeitlos und so gut gestaltet, dass man das Interface des kleinen Handhelds beim Spielen kaum bemerkt. Ein wunderschönes Gerät mit einem großartigen Design. Kein Wunder, dass so manchen Sammler die Leidenschaft packt, die G&W-Serie vervollständigen zu wollen. Ein ganz großer Wurf, Nintendo!

  • […] tatsächlich schon stolze 125 Jahre auf dem Buckel hat. Bevor überhaupt das erste NES oder Game & Watch entworfen wurde, oder vielmehr die Erfinder selbiger geboren waren, gab es schon Nintendo. Damals […]

  • […] der Macher. Auch wir lieben die kleinen Game & Watch Handhelds und haben mit dem Artikel Nintendos Gral der Handheld Konsolen unseren Tribut an Nintendo niedergeschrieben! Einen ersten Eindruck bekommt ihr in dieser […]

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