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The Last Door Collectors Edition Review – Retro meets Indie

Der Hitchcock unter den Adventures
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Wertung

The Last Door Collectors Edition
8.5
7 Grafik
9 Sound
10 Atmosphäre
8 Spielspaß

Kurz vor Weihnachten 2012 gab es für die spanischen Entwickler von The Game Kitchen eine vorgezogene Bescherung: ihr Kickstarter Spendenaufruf zu The Last Door erreichte die benötigte Summe, um entwickelt zu werden! Dieses Jahr erschien nun auf den einschlägigen Portalen die Collectors Edition und jüngst die mobile Android– und iOS-Version. Wir haben für Euch die Android Fassung des pixeligen Horror-Adventures The Last Door Collectors Edition getestet.

Die Story

Das Spiel beginnt mit einem Selbstmord im Prolog, den der Spieler mit seiner Figur ausführen muss. Erst dann übernimmt man die Rolle des Jeremiah Devitt und untersucht in diesem erzählerisch äußerst dichten Spiel zahlreiche gruselige Geheimnisse. All dies beginnt, als Jeremiah plötzlich einen Brief von seinem ehemaligen Schulfreund Anthony Beechworth erhält. Als Devitt die Zeilen liest, überkommt ihn eine böse Vorahnung, die ihn ins englische Sussex aufbrechen lässt. Er findet Beechworth tot von einer Decke baumelnd und es beginnt eine Reise in die tiefen von Devitts dunkler Vergangenheit, hinein in die schaurig-schöne Geschichte von The Last Door.

Retro meets Indie : „low-res, high-suspense“

Unter dem Label The Game Kitchen wurde das Point and Click Horror Adventure mit Kickstarter Kapital entwickelt. Ein Developer für diese Indie-Perle fand sich mit Phoenix Online Publishing, bekannt für das inoffizielle Kings Quest Sequel, sehr schnell. Phoenix hat sich auf Indiespiele spezialisiert und legt den Fokus vor allem auf storylastige Indie Games, die auf zahlreichen Plattformen vertrieben werden.

Besonders erwähnenswert ist die grafische Umsetzung von The Last Door. Diese ist minimalistisch in groben Pixeln gehalten und verleiht den morbiden Bildern einen angenehm nostalgischen Touch. Und der kostet kein bisschen Spielspaß! Im Gegenteil, durch den Verzicht auf moderne Bombast-Grafik wird die eigene Vorstellungskraft mehr angeregt und der gezeigte Horror spielt sich, wie bei einem klassischen Hitchcock, verstärkt in unseren Köpfen ab. Durch Pixelart als stilistisches Gestaltungsmittel gewinnt das Spiel an Faszination und erhält eine künstlerische Facette. Das Scrolling ist trotz grober Auflösung überraschend smooth. Die Texturen wirken liebevoll und trotz des low-resolution Styles sehr detailliert. Zusammen mit den hervorragenden Lichteffekten ergibt sich eine düstere Stimmung, die die Geschichte perfekt transportiert. Die Spannung steigt ins unermessliche wenn man mit einer glimmenden Laterne allein durch die Finsternis schleicht. Das fesselt den Spieler und man will unbedingt noch das nächste Puzzle lösen oder die nächste Schocksekunde erleben! Passend zur zeitlichen Einordnung des Spiels – Ende des 19. Jahrhunderts – bekommt der Spieler einen episch-orchestralen Soundtrack zu hören, der das melancholische Spielgefühl klanglich unterstreicht.

Die Collectors Edition von The Last Door

Im Gegensatz zur bisherigen Fassung vereint die Collectors Edition alle vier bisher verfügbaren Episoden. Zudem sind vier sogenannte Minisodes enthalten, die es exklusiv nur in dieser Edition gibt. Die Texturen wurden leicht überarbeitet und Spiel-Achievements hinzugefügt.

 

 

Fazit

Gelungenes Horror Pixel Adventure in optisch markanter 8bit Point and Click Manier. Die Rätsel sind nach alter Schule von leicht bis komplex. Erzählerisch fesselnd und auf hohem Niveau erzeugt das Spiel eine beklemmende Atmosphäre. Das Spiel ist gleichermaßen ein Fest für Retro- und Indie-Liebhaber und mit ~5 Euro Kaufpreis geht es fast nicht günstiger. Wer Point and Click Adventures liebt und nicht auf die kürzlich angekündigte Fortsetzung von Maniac Mansion warten möchte, sollte The Last Door Collectors Edition keinesfalls verpassen.

Warum wollt ihr The Last Door – Collectors Edition spielen? Für die drei kreativsten Kommentare gibt’s je einen Steam Key.

5 Kommentare

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