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In aller Kürze: die ersten Highlights der gamescom 2014

Neue Games von der gamescom
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Der Fokus dieses Blogs liegt ja zwar eher auf Retro-, Indie- und Liebhabergames, aber aus aktuellem Anlass der weltweit größten Spielemesse gamescom, wollen auch wir uns vor den neuesten Gamingtrends nicht verschließen. Hier also zunächst ein paar kurze Reviews.

 

Borderlands – The Pre-Sequel

It’s a coop first-person shooter, there’s loot , things happen, tons of fun game time and at the end you go: that was weird

Auch auf dem Mond gibt’s ’ne Menge Action.
© 2K

Wenn der Spieler beim Zocken nur halb so viel Spaß hat wie die Entwickler bei der Präsentation, dann ist eigentlich alles in Butter. Der neue Teil der Reihe befindet sich zeitlich zwischen Teil 1 und 2 und spielt auf dem Mond. Durch die geringe Schwerkraft ergeben sich ganz neue Möglichkeiten für den Spieler, der wegen der nicht vorhandenen Atemluft nun auch noch eine schmucke Maske mit allerlei Funktionen tragen darf. Aber ehrlich gesagt sind das nur fadenscheinige Gründe der Entwickler, um das ganze noch abgedrehter zu machen. Mit dabei sind vier brandneue Charaktere, es gibt mehr Gegner, mehr Gimmicks, also insgesamt: more ways to kill…just go with it.

Fazit: Borderlands ändert ein paar Sachen aus den Vorgängern, bleibt aber im Großen und Ganzen immer noch genauso spaßig wie immer. Dass die Fans vielleicht lieber ein Borderlands 3 statt 1,5 gesehen hätten… just go with it.
Release: Herbst 2014, für PC, XB360, PS3

 

Evolve

Will you be the hunter or will you be the hunted?

Goliath macht den Menschen ganz schön Feuer unter’m Hintern.
© 2K

Dass Evolve episch ist und einem sicher viele, viele Stunden Koop (vom Macher von Left 4 Dead auch nicht anders zu erwarten) bescheren wird, war ja schon nach dem ersten Trailer klar. Leider bieten die Entwickler außer ein paar InGame Videos, einer neuen angekündigten Map und der neuerlichen Erklärung des Konzepts wenig Neues: Evolve ist ein kooperativer und kompetitiver Multiplayer-Shooter. Das Besondere ist aber, das ungewöhnliche Spielkonzept von 4 gegen 1. Man kann entweder als Monster kämpfen und es individuell skillen oder auf der Seite der vier Menschen (in den Klassen Assault, Medic, Support oder Trapper), die versuchen das Vieh in die ewigen Jagdgründe zu schicken.

Fazit: Das ganze sieht stimmig und wirklich verdammt episch aus. Wie man da so durch düstere Schluchten läuft und hinter jeder Ecke das Monster vermutet, macht wirklich einiges her. Definitiv mein Favorit für 2015 was Koop angeht.
Release: 21. Oktober 2014, für PC, XB1, PS4

 

Call of Duty – Advanced Warfare

Besser gut kopiert, als schlecht selber gemacht

Alle wollen es: das neue CoD
© PN

Eins ist klar: am altbewährten Konzept des Shooters Call of Duty musste etwas getan werden, um in der Szene relevant zu bleiben. Activision konnte bisher vermutlich gar nicht fassen, wie sie das gleiche Spiel Jahr für Jahr unter geringfügig abgewandelten Namen und Features immer wieder veröffentlichen konnten und keiner da, der sich beschwert. Logisch also, dass die Entwickler keine Ahnung hatten, wie die bewährte Marke aufgepeppt werden sollte.

Da guckt man also ein Bisschen bei der Konkurrenz, guckt sich ab, was HALO all die Jahre richtig gemacht hat, dann fragt man mal in der Community und bei den E-Sportlern nach, worauf die so Bock hätten und raus kommt das neue Call of Duty.

Also was gibt’s Neues? Der spielbare Charakter ist stärker geworden. Man trägt in dieser Saison „Exoskelett“ mit dazu passenden Exo-Abilities, wie Boost Jump oder Boost Slide. Das ganze wird aufgepeppt durch ein reiches Waffenarsenal (*gähn*) und weil’s so schön ist, kann man sich seinen Avatar in wirklich allen Belangen (Kleidung, Abstand der Nasenlöcher etc.) anpassen. Activision sagt, es soll nun alles im Zeichen des „Engagements“ stehen. Nun… meiner Meinung nach, nicht unbedingt, was CoD gefeht hat, aber bitte.

Wirklich coole Features gibt es aber auch. Zum Beispiel wurde das gute alte „Capture the Flag“ zu „Capture the Ball“ umgewandelt. Wenn man jetzt die Flagge bzw. den Ball trägt, kann man gleichzeitig keine Waffe mehr bedienen und kann es so auch als strategisches Mittel einem Gegner zuwerfen, um diesen dann in aller Ruhe zu fraggen. Auch ’ne nette Idee sind die map-spezifischen Events, die, wenn man unaufmerksam ist, ebenfalls den Tod des Spielers verursachen können (z.B. eine gigantische Flutwelle).

Fazit:Alles in Allem also mehr oder weniger sinnige Neuerungen, aber für Fans der Reihe (oder von Halo) wird’s sicher ein Mordsspaß.
Release: 4. November 2014, für PC, XB360, XB1, PS3, PS4

 

Sid Meier’s Civilization: Beyond Earth

Instead of rewriting history, write a new chapter and settle on a new planet.

Aufbruch in eine neue Welt
© 2K

Die Entwickler von Civilization wollten mal was Verrücktes ausprobieren: ein rundenbasiertes Strategiespiel in der Zukunft auf einem fremden Planeten (aus der Ferne ruft leise eine dünne Stimme: Staaaaaaaarcraaaaft!“). Mit dabei ist eigentlich alles, was man bereits von CIV kennt, Einheiten für jede Gelegenheit, die Möglichkeit eine ganze Menge Dinge zu erforschen und natürlich Beziehungen zu anderen „Feldherren“ des Planeten. Neu ist hierbei allerdings, dass neben den üblichen diplomatischen Beziehungen nun auch „Gefallen“ gemacht und wieder eingefordert werden können. Hilft man einem Verbündeten zum Beispiel bei einem Angriff aus, kann man im Gegenzug Rohstoffe fordern (ob das klappt oder nicht, hängt von euren Beziehungen ab).

Fazit: Für den eingefleischten Fan der Reihe ist dieser neue Teil sicher auch spaßig, obwohl er sich abgesehen von der futuristischen Optik von Einheiten und Gebäuden und kleineren Änderungen im Gameplay nicht großartig von den Vorgängern unterscheidet. Aber wie man so sagt: Never change a winning Team. Beim nächsten Teil fragen sie bestimmt vorher die Community..
Release: 24. Oktober 2014, für PC

 

Dead Island 2

Enjoy the slaughter and have the zombie-apocalypse of your dreams

Heiß begehrt- Frischfleisch aus L.A.
© Deep Silver

Na endlich mal wieder Zombiegemetzel! Nach dem eher enttäuschenden „Dead Island Riptide“, was offenbar kein DLC oder Addon, sondern tatsächlich schon eine Fortsetzung sein sollte, geht’s endlich in L.A. weiter! Zwar ist keiner der alten Bekannten dabei, zumindest nicht als spielbarer Charakter, aber das neue Team sieht auch ganz famos aus. Zufällig sind sie auch alle richtige Hardliner, die mindestens drei Teller Vierkantschrauben zum Frühstück essen und von einem merkwürdigen Alten mit Katze als seine „Special Taskforce“ rekrutiert werden, weil (Achtung) er das schon immer mal machen wollte. Naja. Dead Island lebte ja noch nie von der ausgeklügelten Story, sondern schon immer von dem ganze Gesplatter und den abgedrehten Waffen. Davon gibt es wieder einige und diesmal auch motorisiert und man kann zwei gleichzeitig tragen.

Wirklich erfreulich sind aber die neuen Zombies. Angeblich soll es keine Doppelgänger mehr geben, jeder sieht anders aus (wenn man einen findet, darf man den Entwicklern schreiben und kriegt was ganz Tolles). Damit nicht genug: die Untoten reagieren jetzt auch verstärkt auf Geräusche, wenn ich also mit meinem gepimpten Schnetzel-Deckenventilator-Gerät den ein oder anderen Zombie liquidiere, lockt der Krach eine ganze Horde an. Das kann man allerdings auch zu seinem Vorteil nutzen und mehrere Zombies auf einmal herbei pfeifen, um sie in eine Falle zu locken. Ansonsten gibt es das klassische Koop oder die Möglichkeit Player VS Player zu spielen.

Fazit: Ob Dead Island 2 alte Schwächen ausgebessert hat, wie die exakt gleichen Texturen und Anordnungen in allen Häusern, oder die eher lahmen Nebenquests („Hier, geh‘ mal zu dem Typen und hol‘ XYZ ab“ und „Ich habe meine/n Hund/Mann/Frau/Geliebte/Bausparvertrag verloren, finde ihn/sie!“) war in der Pre-Alpha noch nicht zu sehen und ob das Spiel überhaupt in Deutschland erscheinen wird oder wie der Vorgänger auf dem Index landet, bleibt ebenfalls abzuwarten. Fest steht aber: DI2 sieht schon mal richtig schick aus und ist der zweite heiße Favorit für die nächste LAN.
Release: Frühling 2015, für PC, XB1, PS4

Cheers,
Julia

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