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Robocraft – Robo Action im Weltraum!

Baue deinen eigenen Kampfroboter und stürze dich in die Schlacht.
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Wertung

7.7
8 Grafik
6 Sound
8 Atmosphäre
7 Anspruch/Schwierigkeit
9.5 Gameplay

Indie Spiele sind aktuell in aller Munde und begeistern durch neue Ideen und Umsetzungen. FreeJam’s Actionspiel Robocraft ist eines dieser Indie Spiele und gewann 2014 sogar den IndieDB „Indie of the Year 2014 Player’s Choice Award“. Das Spielprinzip ist schnell erklärt, denn aus Cubes, Rädern, Hover Blades, Rotoren und Waffen bauen wir uns einen eigenen Kampfroboter und lassen diesen danach in der Arena gegen andere Spieler antreten.

Unter der Roboterhaube

Die Grafik basierte bisher auf der Unity 4 Spiel-Engine, wurde jedoch im letzten Update auf die aktuellere Unity 5 Spiel-Engine gehoben. Als Schauplätze sind unterschiedliche Arenen im Weltraum verfügbar. Darunter befinden sich Mars-ähnliche Umgebungen mit rötlich-braunem Sand und winterlich anmutende Spielfelder mit Schnee und gefrorenen Wasserflächen. Doch bis zum fertigen Spiel war es ein langer Weg. Das Entwicklerteam FreeJam begann zunächst mit 5 Kreativen und der grundlegenden Spielidee für Robocraft. Seit dem Release der ersten Alpha Version entwickelte sich das Spiel immer weiter und wurde größer und größer. Die Idee mit selbstgebauten virtuellen Robotern gegeneinander zu kämpfen ist von den Spielern sehr erfolgreich aufgenommen worden. So gewann Robocraft zu Recht den IndieDB-Award für das beste Indie Spiel des Jahres 2014 und wurde zu einem der meist gespielten Titel auf Steam. Mittlerweile beschäftigt FreeJam mehr als 30 Mitarbeiter, um ihr Projekt weiter voranzutreiben.

Wir craften unseren ersten Robocraft Kampfroboter

Für unseren Kampfroboter können wir aus über 200 verschiedenen Bauteilen auswählen. Damit sind unserer Fantasie kaum Grenzen gesetzt, denn nach bester Lego Baukasten Manier beginnen wir unseren ersten kampftauglichen Roboter zu kreieren. Das ist zunächst gar nicht mal so einfach, denn bevor wir anfangen, sollten wir uns erst einmal Gedanken darüber machen, was für eine Art von Bot uns denn vorschwebt. Da gibt es einmal die Bodenfahrzeuge, meist ausgerüstet mit Rädern, Ketten, Hover Blades oder Mechlegs. Diese sind in ihrer allgemeinen Bewegung gegenüber Robotern in der Luft zwar etwas eingeschränkt, kommen dafür aber um einiges solider daher und lassen sich zudem gut steuern. Insbesondere dann, wenn der Gegner uns einmal getroffen hat, was vor allem Anfängern sehr gelegen kommen sollte. Bei einem flugfähigen Roboter können wir uns zwischen einem Helikopter, einem Flieger und einer Drone entscheiden und brauchen schon ein wenig mehr Geschick, damit unser Bot nach dem Start nicht gleich wieder vom Himmel fällt. Zu hohes Gewicht, mangelnder Auftrieb oder unausgereifte aerodynamischen Flugfähigkeiten sind hier nur einige wenige Gründe.

Zuletzt sollten wir nicht vergessen auch durchschlagendes Kampfgerät an unserem Mech anzuschrauben. Die Auswahl ist groß und jede Waffe hat ihre individuellen Vor- und Nachteile. SMGs können im Dauerfeuer schießen, was jedoch durch Ungenauigkeit und damit einhergehend einen verringerten Schadensoutput zu bezahlen ist. Plasmas schießen in Intervallen hochenergetische Geschosse ab und es verlangt nach etwas Übung und einem geschulten Auge, um den Gegner sicher zu treffen. Railguns haben zwar eine hohe Nachladezeit, lassen sich dafür aber sehr zielgenau abfeuern und eignen sich für die Scharfschützen unter euch als perfekte Sniperwaffe. Neu sind seit einigen Tagen die Aeroflaks, die ihre Stärken ganz klar im Einsatz gegen Ziele in der Luft haben. Mit der Nanokanone schleicht sich ein Utensil ins Spiel, welches sich zum Angreifen auf kurzen Distanzen eignet. Viel stärker wiegt jedoch die Eigenschaft der Nanokanoane, verbündete Roboter heilen zu können. Die Auswahl um es auf dem Schlachtfeld wie in einem richtigen Shooter krachen zu lassen, sind also gegeben.

Den letzten Schliff geben Schilde. In unterschiedlichen Variationen sind diese zwar wirkungsvoll gegen Feindfeuer, ersetzen jedoch keinen soliden Grundkörper aus Cubes. Abschließend gibt es noch eine Reihe von nützlichen Bauteilen und Gimmicks, um beispielsweise Gegner auf der Karte zu lokalisieren oder sich selbst für feindliche Radare unsichtbar zu machen. Für einen noch individuelleren Look besteht die Möglichkeit alle Bauteile unterschiedlich einzufärben. Ausführliche Tipps zu fortgeschrittenen Bauweisen, wie z.B. Tryforcing, würden den Rahmen dieses Beitrags sprengen. Sollte tatsächlich Interesse bestehen, dann hinterlasst doch einfach einen Kommentar und ich widme mich diesem Thema ausführlicher. Eine Übersicht aller Bauteile findet sich im Robocraft Wiki.

Neben einem Trainingsmodus für erste Tests gibt es drei Spielmodi, in denen ihr gegen echte Spieler und deren Kampfroboter antreten könnt. Diese drei Modi unterscheiden sich sowohl in der Spieldauer als auch in ihrer Spielart und sollten für jeden Geschmack etwas bieten. Natürlich sollten wir nicht einfach drauf los stürtzen und uns ein paar Strategien parat legen, ein Experte für Strategiespielen muss man hier aber nicht sein um Erfolge einzufahren. Mein Favorit ist Team Death Match wegen der schnellen Runden, in denen jeder Fehler wortwörtlich tödlich enden kann und die Arena aufgrund der taktischen Anforderungen. Für von uns verursachten Schaden und durch das Heilen von Verbündeten, erhalten wir am Ende jeder Runde sogenannte RP. Es handelt sich dabei um frei erspielbare Credits, mit der wir anschließend neue Teile für unseren Kampfroboter kaufen können.

Die Robocraft Spielmodi

1. Der Klassiker: Team Death Match

Im Team Death Match bekämpfen sich Teams mit 2 bis 10 Spielern. Wird ein Kampfroboter zerstört, ist die Runde für den entsprechenden Spieler beendet. Passt also gut auf, dass ihr nicht ohne Verstärkung auf eine Horde von Gegnern trefft! Das Ziel besteht darin, das gegnerische Team vollständig auszuschalten oder alternativ die gegnerische Basis einzunehmen. Dieser Spielmodus dauert für gewöhnlich 5 bis 10 Minuten. Ab einem Robot-Ranking von 25k können auch die mächtigen Mega-Bots (je einer pro Team) mitmischen.

2. Destruction Derby in der Arena: Mögen die Roboter-Spiele beginnen!

Der Arena-Modus bietet mehr taktische Herangehensweisen, da ihr nach Ablauf eines Death-Timers immer wieder respawnt. Dieser Modus dauert in der Regel 15 bis 30 Minuten und ist die längste Spielvariante. Auf der Karte befinden sich vier Kristall-Türme und je ein Basis-Kristall pro Team, welchen es zu zerstören gilt. Die Kristall-Türme sind ein gutes Mittel um den Sieg zu erringen, denn solange euer Team mindestens einen solchen Turm kontrolliert, erhält eure Basis einen Schutzschild, der nicht nur feindliche Projektile abfängt sondern euch zudem heilen kann. Gelingt es einem Team alle Türme zu kontrollieren, verliert die gegnerische Basis ihren Schild und der Weg ist frei um den Basis-Kristall zu zerstören. Dieser Spielmodus liefert bisher den größten kompetitiven Reiz, schließlich lässt sich der Arena Modus als eine Art Ranking-Version spielen. Eingeteilt wird dieses Ranking in die Bronze-, Silber-, Gold-, Platin- und Diamant Liga.

3. Daueraction in The Pit

Hier treten bis zu 16 Spieler (Acht in Mega Bot Situationen) gleichzeitig gegeneinander an.  Die durchschnittliche Spieldauer beträgt in diesem Free-for-All Format zwischen 5 und 15 Minuten. Wird der eigene Roboter zerstört, respawnt man nach fünf Sekunden. Für erfolgreich zerstörte Roboter erhält man einen Kill und wird sofort vollständig geheilt. Insgesamt 20 Kills bzw. Punkte sind nötig um The Pit zu gewinnen. Mehrere Robo-Tötungen in Folge – ohne den Verlust des eigenen Robo-Lebens – lassen in einen Blutrausch verfallen, wodurch extra Punkte erzielt werden können. Hier geht es also nicht um Teamwork, sondern jeder ist auf sich allein gestellt. Getreu dem Motto: Möge der stärkste gewinnen!

Free2Play, kein Pay2Win!

Wenn heutzutage Spiele kostenlos zu haben sind, ist das oft kein Garant dafür, nicht doch Geld investieren zu müssen, um im Spiel vorwärts zu kommen. An dieser Stelle macht FreeJam alles richtig, denn man kann ohne Einschränkungen Robocraft kostenlos spielen! Echtes Geld ist für den flüssigen Spielablauf nicht zwingend erforderlich. Im Spiel existieren zwei Spielwährungen: RP und GC. Damit lassen sich neue Teile für die Roboter kaufen. Während man RP nach jeder abgeschlossenen Runde erhält, gibt es GC nur für Bares. Einen wirklichen Vorteil erhält man damit aber nicht wirklich. Meiner Meinung nach lohnt es kaum, Bauteile für echtes Geld zu kaufen. Einzig das Unterstützen der Entwickler, die Robocraft kostenlos zur Verfügung stellen, sehe ich als sinnvollen Grund, Geld auszugeben. Weiterhin ist es für den geneigten Robocraft-Spieler möglich in fertige Kampfroboter aus dem Shop zu investieren oder sich für einen Premium Account zu entscheiden. Für 20 Euro bekommt man 30.000 GC, für 8 Euro gibt es 11.000 GC. Das reicht für drei bis sechs Monate Premium-Mitgliedschaft. Damit gibt es einen doppelt so schnellen Anstieg des Spielerlevels und zusätzliche 100% RP Bonus für jede abgeschlossene Runde. Der Premium-Vorteil lässt sich demnach auf eine Zeitersparnis herunterbrechen, schließlich kann mit schneller virtueller Penunze auch zügiger gekauft und gebaut werden. Ich persönlich finde den Premium-Account keinesfalls zu teuer, sondern wirklich fair. Seit dem letzten Update haben Premium Nutzer zudem die Möglichkeit ausgewählte Farben zu wählen, um die eigenen Roboter noch individueller zu gestalten.

Vielversprechende Neurungen

In den letzten 2 Monaten waren die Jungs von FreeJam sehr aktiv und veröffentlichten neue Features wie am Fließband. Den Anfang macht die Aeroflak, welche ich bereits im ersten Teil erwähnte. Kurz darauf erschien der Rocket Missle Launcher. Dieser ähnelt der Aeroflak, lässt sich aber erst abfeuern, nachdem die Zielvorrichtung ein Ziel erfasst hat. Danach feuert die Batterie eine Salve von Raketen auf sein Ziel die enormen Schaden anrichten. Für den nächsten Patch gibt es noch keine konkretes Datum, aber auf Twitter haben die Macher bereits eines der nächsten Features angedeutet: das Blink Modul!

Fazit: Empfehlenswerte Robo-Action

Indie Games liegen voll im Trend und einige Titel haben einen echten „must play“ Status erreicht! Für mich ist Robocraft ganz klar eines dieser Titel. Unabhängig davon, dass das Roboter-Spiel kostenlos ist, bin ich von der zugrunde liegenden Spielidee begeistert und kann es uneingeschränkt empfehlen! Das Prinzip einen Roboter nach eigenem Ermessen selbst zu entwerfen, zu bauen und letztendlich damit gegen andere Spieler zu kämpfen hat mich einfach überzeugt und macht Riesenspaß. Auch nach dem Ende der Beta Phase hat der Entwickler FreeJam das Spiel stetig weiterentwickelt, was mich optimistisch für die Zukunft von Robocraft stimmt.

Robocraft ist ein free2play Titel der auf Steam erhältlich ist oder über einen separaten Spielclient gestartet werden kann. Du möchtest Robocraft auch ausprobieren? Dann geht es hier zum Download oder auf die Webseite von RobocraftGame. Wer weiß, vielleicht trifft man sich ja bald in der Arena?

3 Kommentare

  • […] Die Kickstarter Finanzierung ist leider nicht geglückt und wurde durch den Entwickler am 11. September 2015 vorzeitig abgebrochen. Obwohl der Entwickler die Fertigstellung des Spiels verspricht, bleibt die Zukunft von Goliath ungewiss. Schließlich müssen erst andere Geldgeber gefunden werden, um die Entwicklungskosten zu decken. Wenn Du auf Giganten stehst und unbedingt einen eigenen Koloss kreieren möchtest, solltest Du Dir inzwischen das Indiespiel Robocraft ansehen! […]

  • […] Schlechte Nachrichten für alle die sich auf dieses Spiel schon gefreut hatten, denn die Kickstarter Finanzierung ist leider nicht geglückt und wurde durch den Entwickler am 11. September 2015 vorzeitig abgebrochen. Obwohl der Entwickler dennoch ohne den finanziellen Kickstarter-Rückhalt die Fertigstellung des Spiels verspricht, bleibt die Zukunft von Goliath ungewiss. Schließlich müssen erst andere Geldgeber gefunden werden, um die Entwicklungskosten zu decken. Wenn Du auf Giganten stehst und dem inneren Verlangen einmal einen eigenen Koloss zu kreieren nicht widerstehen kannst, dann solltest Du Dir unbedingt das Indiespiel Robocraft ansehen! […]

  • […] Beim free 2 play Modell lässt der Name schon vermuten, dass der Spieler freien Spielzugang erhält und keine direkten Kosten anfallen. Ihr könnt also zunächst kostenlos spielen. Damit der Entwickler trotzdem finanzielle Ressourcen erhält, bieten diese Spiele zumeist inGame Käufe durch Mikrotransaktionen an, also das Bezahlen von kleinen Geldbeträgen für digitale Boni. Damit lassen sich oftmals Kosmetische Items, manchmal auch andere Boni oder Premium Zugänge mit spielerischen Vorteilen erkaufen. Mit free 2 play lässt sich mit Geschick eine Fanbase aufbauen, die das Spiel auch über den Release hinaus trägt. Ein Beispiel für dieses Modell ist das Roboter- und Weltraum-Actionspiel Robocraft. […]

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