Let's Go Into Virtual Reality! Teil 1: VR Brille 4smarts VR Spectator im Test

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Let’s Go Into Virtual Reality! Teil 1: Die 4smarts VR Spectator im Test

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Die Themen virtual reality (VR) sowie augmented reality (AR) sind zurzeit in aller Munde. Hierzu erscheinen nach und nach neue Apps und Spiele, sowie außergewöhnliche Möglichkeiten, wie ihr mithilfe einer VR Brille in die Welt der virtuellen Realität eintauchen könnt. Solche VR Brillen gibt es in den verschiedensten Ausführungen, einige muss man an den heimischen Rechner anschließen, andere VR Brillen wiederum sind dafür ausgelegt, um sie mit dem eigenen Smartphone zu betreiben. Letztere Variante soll hier vorgestellt und getestet werden.

Einführung

Wer aktuell auf der Suche nach einem Gaming Monitor ist, der wird womöglich auch die zahlreichen VR Gadgets entdecken, die zunehmend in Umlauf kommen. Neben den großen Namen wie Oculus, Sony und HTC Vive, sind es zumeist VR Brillen, welche sehr primitiv aus Pappe gefertigt sind. Allen voran Google und deren Google Cardboard VR Brille.

So sollen viele Nutzer in die virtual reality Welt eingeführt und für die neuen Möglichkeiten begeistert werden. Für den Erstkontakt reicht das sicher aus, möchte man jedoch ein erweitertes VR Erlebnis haben, kommt man nicht umhin eine hochwertige VR Brille käuflich zu erwerben. Dabei kommt es nicht nur auf die reine Wiedergabe des VR Bildmaterials an. Auch auf störende Nebeneffekte wie seitlicher Lichteinfall oder fehlende Soundwiedergabe ist beim Kauf zu achten.

Während die teuren voll-immersiven3D Brillen als Komplettpakete angeboten werden und mit ihrer umfangreichen Ausstattung Punkten, kosten diese jedoch ein kleines Vermögen. Schauen wir uns deshalb eine andere, günstigere Möglichkeit an: VR Brillen, die mit dem eigenen Smartphone betrieben werden. Ein solches Modell ist beispielsweise die 4smarts Spectator SOUND Universal VR-Brille, die uns freundlicherweise vom hertie.de Zubehör Shop zur Verfügung gestellt wurde, um sie auf Herz und Nieren zu testen. Als Smartphone kam ein Samsung Galaxy S6 sowie ein etwas älteres Google Nexus 4 zum Einsatz.

Schlussendlich benötigt man natürlich noch Anwendungen, mit denen man die VR Brille nutzen kann. Um euer Gamerherz zu beglücken umfasst der Test natürlich einige Android VR Apps, die mittels virtual reality Gaming ermöglichen. Welche Spiele das im Detail sind, verrät euch der zweite Teil meiner VR Beitragsreihe, bei dem ich euch einige VR Apps vorstellen möchte, die ich mit dieser Brille ausprobiert habe.

Virtual Reality, Augmented Reality, Mixed Reality & Motion Sickness: Was bedeuten die Begriffe hinter der neuen Technik?

In den aufstrebenden Geschäftszweigen VR und AR wird momentan sehr viel Forschung betrieben. So werden eventuell auftretende Fehler ausgebessert, Komfort gesteigert und neue Features entwickelt. In den nächsten Jahren wird es aufgrund dieser Entwicklung sicherlich noch viele weitere Produkte sowohl im Hard- als auch im Softwaresegment zu kaufen geben.

Allen voran betreibt Google, und seit 2014 auch facebook, sehr große Bemühungen und investiert hohe finanzielle Mittel in die virtuelle und erweiterte Realität. Doch zunächst soll über die Bedeutungen der Begriffe aufgeklärt werden:

Was ist Virtual Reality?

Bei der Virtual Reality handelt es sich um eine simulierte Welt, die dem Nutzer über eine 3D Brille präsentiert wird. Das Gefühl entsteht, als befände man sich mitten in dieser Umgebung, da das reale Sichtfeld des Nutzers komplett überdeckt wird. Durch position tracking bzw. motion tracking (Bewegungserkennung) kann man sich in der virtuellen Realität bewegen und umherschauen.

Ziel der Technik ist es, den Nutzer so mit dieser computergenerierten Welt interagieren zu lassen, als wäre sie real. Das Erzeugen einer möglichst detaillierten Umgebung ist sehr rechenintensiv, da die Bilder für jedes Auge einzeln berechnet werden und zudem mit sehr hohen Auflösungen gearbeitet wird. Diese Auflösung muss um ein Vielfaches höher sein als am normalen Computerbildschirm, weil die Projektionsfläche einerseits sehr nah am Auge ist und andererseits das gesamte Sichtfeld möglichst ausfüllen soll.

Was ist Augmented Reality?

Die Augmented Reality, oder auch erweiterte Realität genannt, beschäftigt sich damit, die Umgebung des Nutzers mittels Zusatzinformationen anzureichern. Dies können z.B. zusätzliche Informationen sein, die in einer ganz normalen, transparenten Brille eingeblendet werden.

Nach diesem Prinzip funktioniert beispielsweise Google Glass. Aber auch auf einem Smartphone- oder Tablet-Display kann ein Kamerabild durch zusätzliche digitale Grafiken erweitert bzw. überlagert werden. Bestes Beispiel ist derzeit die beliebte Pokémon GO App, die genau diesen Ansatz verfolgt. Aber auch Head Up Displays sind praktische Anwendungen, so z.B. in modernen Autos, auf deren Frontscheibe Informationen angezeigt werden können.

Was ist Mixed Reality?

Mixed Reality ist ein Überbegriff, den vor allem Microsoft mit der Holo Lens geprägt hat. Es geht dabei um virtuelle Objekte, die in die reale Umgebung integriert sind. Hier spielen auch Tiefeninformationen und andere reale Objekte eine Rolle, die die gerenderten Objekte ggf. verdecken.

Im Gegensatz zu AR kann MR deshalb als Überbegriff verstanden werden, da hierunter sämtliche Stufen zwischen realer Welt und rein virtueller abdeckt sind. D.h. jede Vermischung – deshalb die Bezeichnung mixed reality – der virtuellen und realen Welt fällt unter diese Bezeichnung. Die dazu verwendete Datenbrille ist wie bei augmented reality transparent und reichert die wahrnehmbare Mitwelt um zusätzliche Informationen an.

Was ist Motion Sickness?

Ist die virtual reality Simulation sehr gelungen taucht der Benutzer soweit in die virtuelle Realität ein, dass sich der komplette Körper auf diese Umgebung einstellt. So kann es passieren, dass das Gehirn entsprechende Schutzmechanismen auslöst: Schwindelgefühl und Übelkeit können durch die Drehbewegungen des Kopfes hervorgerufen werden, da dieser sich nicht an einem festen Punkt orientieren kann. Dieser Effekt wird als motion sickness bezeichnet.

Mit motion sickness beschäftigt sich auch die Forschung. Hierbei werden unter dem Forschungsansatz des position tracking Sensoren entwickelt, die die Bewegungen immer genauer aufzeichnen. Die so errechneten Bewegungsdaten werden mit der virtuellen Realität in Einklang gebracht und sollen so zu wesentlich geringerer latenz und daraus folgend zu weniger motion sickness führen.

Die 4smarts spectator VR Brille im Test

Nach dieser Einführung möchte ich euch die von uns verwendete VR Brille näher zeigen, ihre Daten auflisten, die Funktionalität erklären und euch meinen Eindruck beschreiben, um dann im zweiten Teil der der Artikelreihe einige von mir getestete VR Apps vorzustellen. Beginnen wir aber mit etwas visuellem, darum geht schließlich bei VR!

Ausstattung und technische Details

Mit folgenden (technischen) Features fährt die 4smarts spectator auf:

  • komplette Bezeichnung: 4smarts Spectator SOUND Universal VR-Brille
  • geeignet für Smartphones von 4,7 bis 6,0 Zoll
  • Gewicht: 415,5g
  • Abmessungen: 192 x 202 x 115mm
  • integrierte On-Ear-Kopfhörer
  • Lautstärkeregler & OK Button
  • Linsenregulierung horizontal
  • Reinigungstuch & Audioverlängerungskabel im Lieferumfang enthalten
  • Preis: 49,90€

Aufbau und Funktionalität

Die virtual reality Brille für meinen Test habe ich in der Farbe schwarz erhalten. Damit das head-mounted Display auch am Kopf hält, wird die Brille mit 3 Trägern am Kopf fixiert. Die Träger sind sowohl vertikal als auch horizontal verstellbar und somit auf jede Kopfform anpassbar.

Seitlich sind zwei Ohrmuscheln angebracht. Diese sind ebenfalls verstellbar und liegen so optimal am Ohr an. Das Herzstück der VR Brille stellt natürlich der Frontaufsatz dar: Dieser hat eine mit Kunstleder überzogene Schaumschicht, welche für angenehmen Tragekomfort der 415,5 Gramm schweren Brille sorgt. Zusammen mit einem Smartphone kommt man dann etwa auf HTC Vive Niveau: ca. 600 erträgliche Gramm Gewicht.

Im Inneren sitzen zwei Linsen, welche für euren individuellen Augenabstand in horizontaler Ebene über ein Stellrad justierbar sind. Vor den Linsen befindet sich die Halterung für euer Smartphone. Die 4smarts Spectator VR Brille nimmt mobile Endgeräte von 4,7″ bis 6″ auf, und ist damit für fast alle aktuellen Smartphones gerüstet. Der Sattel, in den das Gerät eingelegt wird, ist ebenfalls verstellbar. Dazu dienen zwei seitlich an der Brille befestigte Drehknöpfe, mit denen durch eine Drehbewegung die Schärfe reguliert wird.

Durch einen oberhalb der Brille angebrachten Knopf öffnet sich der Trägersattel und ihr könnt euer Mobiltelefon einlegen. Dabei ist das Smartphone durch eine Schaumstoffschicht optimal gegen Kratzer geschützt. Außerdem befindet sich ein 3,5mm Klinkenstecker an der linken Seite, welcher nach dem Anstecken für die Übertragung der Audiosignale an die integrierten Ohrmuscheln sorgt. Unterhalb der Brille befinden sich noch eine Lautstärkeregulierung und ein OK Knopf, mit dem ihr das Smartphone steuern könnt.

Mein Eindruck zur 4smarts spectator VR Brille

Diese VR Brille ist wirklich sehr gut verarbeitet und die Benutzung macht echt Spaß. Dank der zahlreichen Einstellungsmöglichkeiten, erlaubt die Brille eine perfekte Passung auf die eigenen Bedürfnisse. Das verwendete Galaxy S6 passt optimal in die Vorrichtung, die Übertragung des OK Knopfes klappt ebenfalls sehr gut. Einzig die Betätigung des Knopfes ist etwas schwergängig, sodass ihr die ganze Brille dabei festhalten müsst.

Der Tragekomfort ist durch zahlreiche Polster äußerst bequem, es gibt keine drückenden oder störenden Ecken und Kanten. Außerdem kann die Brille mit Passgenauigkeit überzeugen, denn vom Display meiner beiden getesteten Smartphones wird nichts durch die Brillenoptik abgeschnitten. Die Regulierung des Augenabstandes funktioniert gut, jedoch musste ich diese bis zum Anschlag drehen, um ein optimales Bild zu erhalten. Hier wäre ein größerer Spielraum empfehlenswert, insbesondere da diese Einstellung von Nutzer zu Nutzer variieren kann.

Fazit: Virtual Reality wird langsam salonfähig

Im Zusammenspiel mit einem leistungsstarken Smartphone bildet die 4smarts Spectator SOUND Universal VR-Brille ein starkes Team und schafft einen sehr guten Einstieg in die Welt der virtual & augmented reality. Während des Tests gab es keinerlei technischen Probleme, weder Ruckler noch Abstürze. Dies hängt natürlich stark von der Wahl der VR Apps ab. Noch bietet der App Store keine endlose Auswahl an (kostenlosen) Android VR Apps, aber der Markt wird wachsen.

Während die Technik langsam reift, ist das (grafische) Niveau der Apps noch nicht auf dem Level, der im Non-VR Bereich vorzufinden ist. Dies lässt sich z.B. durch die erhöhten Performanceanforderungen von VR Apps erklären. Auch 360° Videos für VR kommen noch nicht an die Qualität von HD Aufnahmen heran. Ein Grund dafür ist die Teilung des Displays in 2 Teile, wodurch die Auflösung natürlich halbiert wird: So wird aus der 2560px x 1440px Wide QHD Auflösung des Galaxy S6 nur noch eine Auflösung von  1280px x 1440 px. 4K könnte hier zukünftig eine erste Abhilfe schaffen.

Somit bleibt als persönlicher Eindruck, dass eine VR Brille wie die 4smarts spectator und entsprechende VR Apps momentan ein nice-to-have Gadget sind, wobei ein wirklich produktiver Einsatz von VR Technik womöglich noch einige Jahre der Softwareentwicklung benötigt. Spaß macht dieses Gadget aber in jedem Fall bereits jetzt schon! Bleibt nur zu hoffen, dass der aktuelle Hype, den diese Technik gerade erfährt, nicht ebenso verpufft, wie einst der 3D TV Hype.

Mehr zum Thema:

 

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