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The Messenger – Grandioses Ninja Spektakel

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Wertung

Modernes Old School Ninja Abenteuer mit raffiniertem 8/16 Bit Twist.
9
9 Grafik
10 Sound
9 Story
9 Atmosphäre
8 Anspruch/Schwierigkeit
9 Gameplay

Mal ganz ehrlich, wer wäre nicht gern ein Ninja? Im Schatten der Dunkelheit, unerkannt und mit der Grazie eines Panthers durch Paläste schleichen, von allen Menschen gefürchtet und doch bewundert? Ich für meinen Teil, hatte schon als Kind Ambitionen ein Ninja von Weltruhm zu werden. Leider musste ich diesen Wunsch dann doch einem realistischeren Karriereplan opfern. Aber zum Glück habe ich auf der vergangenen gamescom die Chance bekommen, diesen Traum doch noch einmal aufleben zu lassen.

Noch ein Ninja Sidescoller?

The Messenger scheint anfänglich so, als würde es der genauen Bastelanleitung für einen soliden Sidescrolling-Ninja-Plattformer folgen. Ihr spielt als ein junger Ninja, dessen Dorf von einem schrecklichen Bösewicht angegriffen wird. Klingt klischeehaft und simpel, aber davon solltet ihr euch nicht zu sehr in Beschlag nehmen lassen, wie wir gleich feststellen werden. Schon das Gameplay ist sichtlich flüssiger und stimmiger als ihr es aus vielen artverwandten Spielen kennt.

Alles fühlt sich irgendwie passend an. Doch das ändert sich schnell, wenn ihr statt Controller die Tastatur benutzen müsst, denn vor allem auf einem Controller verinnerlicht ihr die intuitive Steuerung super schnell. Und wenn ihr die erstmal drauf habt, ist es wie Fahrradfahren: Es passiert alles automatisch und ihr müsst nicht drüber nachdenken.

The Messenger Review Sabotage 4

Die Balance der Herausforderung

Neben der schnittigen Controllersteuerung bietet das Spiel eine herausragende Dynamik an Herausforderungen. Wenn ihr Fans von einer guten Challenge seid, dann könnt ihr diese im Spiel zweifellos finden: So sind einige Bosse wirklich herausfordernd, zum Beispiel die zwei Zyklopen, von denen dich einer mit seinem Lendenschurz verprügelt (ja, das hast du ganz richtig gelesen!).

The Messenger Indie Retro Review Zyklop

Aber auch die anderen Bosse sind nicht unbedingt leicht zu bezwingen, auch abhängig davon, was euch liegt und wie ihr spielt. Was die Bosse und auch das ganze Spiel auf jeden Fall gemeinsam haben ist der gerissene und wunderbar clevere Humor, der in jedem Detail, aber besonders im Dialog des Spiels versteckt ist. Es lohnt sich wirklich, die Dialoge zu lesen und nicht zu skippen, gerade der Shopkeeper hat so einige Sprüche parat, die nicht nur verdammt lustig sind, sondern euch auch hilfreich sein werden.

The Messenger Retro Indie Review Shopkeeper

The Messenger steckt voller Überraschungen!

Überhaupt solltet ihr The Messenger nicht unterschätzen! Das Spiel gibt nämlich, je länger ihr spielt, immer mehr Tricks preis, die es wie ein Ninja unerkannt in seinem Ärmel verbirgt.

So scheint es zum Beispiel anfänglich, als wäre The Messenger ein klischeehaftes 8-Bit-Spiel, aber je weiter ihr spielt, und je tiefer ihr in die Geschichte eintaucht, desto mehr werdet ihr merken, dass die Story nämlich alles andere als durchschnittlich ist! Euer Abenteuer wird mit der Zeit immer intensiver und es passiert so viel völlig Unerwartetes, das ihr euch hättet nicht träumen lassen. Aber ich will euch keinesfalls etwas von der Story vorweg nehmen, das müsst ihr schon selbst herausfinden. ;-)

Nach dem ersten Mal durchspielen schocken euch die Twists natürlich nicht mehr und auch allgemein habt ihr schnell 100% des Spiels verwertet. Aber das ist der äußerst spaßigen Erfahrung, die The Messenger abliefert, nicht abträglich. Vielleicht macht gerade diese Kurzweiligkeit auch einen gewissen Reiz aus. Manchmal will ich zum Beispiel nicht nach der Arbeit noch total tief in eine schwerwiegende Geschichte einsteigen und harte Entscheidungen fällen, sondern einfach nur ein spaßiges Spiel mit coolen Ninjas spielen. Und das bringt der Entwickler Sabotage Studios hervorragend auf den Bildschirm.

Fazit

Besonders hervorzuheben ist bei The Messenger die Gesamtpräsentation. Der wunderbare Wechsel zwischen 8 Bit und 16 Bit, die gnadenlos hochpolierte Pixeloptik, die dennoch genügend Nostalgiegefühle hervorruft, aber auch der gelungene Spannungsbogen und die herrlich leichtlebige und humorvolle Geschichte. All das vereint sich zu einem spaßigen Spielerlebnis.

Und nicht zu vergessen: Der Soundtrack ist absolut fantastisch! Handgemacht vom Chiptuner rainbowdragoneyes mit dem famitracker – beide Discs könnt ihr hier genießen. Der Sound erlebt ebenso den raffinierten 8/16 Bit Twist und unter Wasser hört er sich sogar an, als wärt ihr tatsächlich selbst unter Wasser – Nun ja, so gut sich das eben mit einem Spielesoundtrack wiedergeben lässt.

Wenn ihr euch noch immer fragt, ob das Game etwas für euch ist, da kann ich nur sagen: Ob ihr einst wie verrückt Ninja Gaiden auf dem NES gezockt habt oder sei es bloß, dass ihr in die Story mal reinschnuppern oder ein bisschen eure Plattforming-Skills trainieren möchtet, oder vielleicht hat euch der Soundtrack fasziniert – ein Blick auf The Messenger lohnt sich wirklich! Ihr werdet schnell merken, es wird nicht nur bei einem Blick bleiben.

The Messenger ist verfügbar für PC  (Steam, GOG) & Switch.

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